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How feels...

Violin
Herr Garrett, Sie meinten mal, dass Sie eigentlich im Auto zu Hause sind. Trifft das immer noch zu?
Mehr denn je. Ohne Auto geht es nicht, manche meiner Spielorte kann ich anders nicht erreichen. Ich habe schließlich immer viel Reisegepäck dabei. Aber das ist nur ein Aspekt. Ich fahre einfach gern im Auto – es bietet die meisten Annehmlichkeiten. Eigentlich sollte ich es nicht erzählen, aber wenn es draußen kalt ist, lasse ich mein Auto sogar vorheizen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ich zu große Temperaturunterschiede und damit Erkältungen vermeide, es ist bequem. Verdammt bequem sogar. Ich habe auch immer eine Decke dabei.
Sie haben nie den Zug oder etwas anderes versucht?
Zug? Nein. Wer sollte denn ständig mein vieles Gepäck schleppen? Die einzige Ausnahme war der letzte Sommer. Weil ich einige Freiluftkonzerte spielte, mieteten wir einen Wohnwagen und stellten ihn direkt neben die Bühne. Das war tatsächlich nicht schlecht – alle meine Sachen waren da und ich konnte zwischendurch immer mal wieder ins Warme schlüpfen.
Wie war Ihre Führerscheinprüfung?
Kein großer Aufwand. Für den theoretischen Teil habe ich nur vier Stunden gelernt – dann bin ich angetreten. Und ich habe die Prüfung beim ersten Mal geschafft! Ich war von mir begeistert. Ich weiß noch, dass mein Lehrer Herr Heiliger hieß – ob es vielleicht damit zu tun hatte? (lacht) Ich stand aber auch unter Druck, weil ich damals eine Freundin in Holland hatte und unbedingt zu ihr fahren wollte.
Ihr erstes Auto war ...?
... ein VW Golf III, das Sondermodell namens Bon Jovi. Der hieß tatsächlich so, weil Volkswagen damals die Tournee dieser Rockband sponserte. Ich habe ihn irgendwann meiner Mutter geschenkt, die ihn immer noch hat. Er läuft und läuft und läuft.
Sie werden meistens gefahren – besitzen Sie überhaupt ein eigenes Auto?
Zwei sogar. Einen Audi S5 in Berlin und einen Audi R8 in New York. Beide sind tolle Wagen, die ich richtig gerne fahre. Aber leider sehe ich meine Autos nicht sehr oft.
Sind Autos eigentlich noch cool?
Auf alle Fälle, warum sollte sich das geändert haben? Es ist immer noch DAS Symbol für individuelle Unabhängigkeit. Welches Auto cool ist, muss aber jeder für sich entscheiden.
Fahren Sie gerne selbst?
Und wie. Aber da steht mir mein Beruf im Weg. Ich finde nämlich, dass man zum Autofahren Zeit braucht. Ansonsten kann man es nicht genießen.
Gibt es etwas, das Sie am Autofahren auch stört?
Allerdings: das Parken. Vor allem in den engen New Yorker Straßen. Dieses Hin-und-her-Rangieren liegt mir nicht. Und es ist mir auch peinlich, dass es manchmal so lange dauert. Bin ich froh, dass ich zu Hause eine Garage habe, in die ich einfach hineinfahren kann. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann das: Es müsste eine Technik geben, die das Auto von allein in die Parklücke fahren lässt.
Die gibt es längst. Audi hat einen Parkassistenten mit Umgebungsanzeige entwickelt, der die Lenkarbeit beim Parken übernimmt.
Tatsächlich? Das habe ich nicht gewusst. Dann will ich das sofort in meinem Auto haben ...
Wie ungewohnt war es für Sie, Begriffe aus der Audi Welt akustisch umzusetzen?
Es war tatsächlich mal was Neues. Akustisches zu visualisieren ist eine echte Herausforderung. Weil aber Musik so viele unterschiedliche Charaktere hat und man Töne nun mal nicht sehen kann, musste ich mir richtig überlegen, welche Stücke dazu passen könnten. Es hat Spaß gemacht.
Bei der Frage nach der Zukunft und dem „Morgen“ haben Sie einen kurzen Auszug aus Beethovens Violinkonzert gespielt. Gibt es dafür einen besonderen Grund?
Beethovens Violinkonzert war zu seiner Zeit sehr in die Zukunft gedacht und schaffte erst 1844, also 17 Jahre nach seinem Tod, den Durchbruch – als es der 13-jährige Joseph Joachim mit einem Orchester unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy aufführte. Seither ist es eines der wichtigsten Werke für Violine.
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